"Macht Ihr Punk oder sowas..?" ist wohl die häufigste Frage, die sich die Mitglieder der OE Kapelle bei Nennung des vollständigen Bandnamens "Organisiertes Erbrechen" stellen lassen müssen. Skeptische Blicke bleiben meist, und so muß die Kapelle ihre Fähigkeiten und Qualitäten immer wieder durch Taten unter Beweis stellen. Der Name, aus einer Laune heraus geboren, ist allerdings schon etwas irreführend, doch im Regelfall sind letzte Zweifel schnell ausgeräumt.
Gegründet im Sommer 1991 zur Rettung der handgemachten Musik, war der Weg in die Erfolglosigkeit quasi vorbestimmt. In diesen schwierigen Zeiten, wo man Rock and Roll im Plattenladen schon fast in der Klassikabteilung suchen muß, läßt sich mit so'nem Zeugs eigentlich kaum noch jemand hinterm Ofen vorlocken. Jedoch - es kam anders.
Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte man sich durchsetzen und sich einen Namen machen. Bis dahin war es allerdings ein steiniger Weg und so manche Hürde mußte genommen werden. Zunächst war klar: das würden wir uns nicht antun, uns irgendwelche drittklassigen Songs aus der Nase zu ziehen und das Publikum mit dem üblichen Gesülze unzähliger Provinzbands zu belästigen, die sich für die größten Musiker aller Zeiten halten.
Tausende gute Lieder wurden schon geschrieben, auf uns wartet die Welt diesbezüglich bestimmt nicht mehr. Spielfreude, Ausdauer und ein Hang zu ausgedehnten Jams waren schon immer ein Markenzeichen der OE Kapelle. Man spielte Songs von Bob Dylan, Neil Young, Lou Reed, den Grateful Dead und ähnlichen bekannten und unbekannten Größen.
Bekanntermaßen soll man sich ja nichts vornehmen, dann geht auch nichts fehl. Irgendwann war das Repertoire der Kapelle derart angewachsen, daß es fast unmöglich war zu sagen, auf wieviele Stücke es sich belief.
Wenn die Stücke am Ende ohnehin vom Original weit entfernt sind und sich trotzdem gut anhören, warum es dann nicht doch mal versuchen.
Ob die Lieder von einem unbekannten amerikanischen Songschreiber stammen oder von der OE Kapelle selbst, das weiß am Ende ohnehin niemand mehr. Und so hat es die Kapelle im Laufe der Zeit geschafft, sich auch eine Anzahl eigener Sücke zuzulegen, die vom Publikum genau so begeistert aufgenommen werden wie die Sachen, die man früher einfach nur coverte.
   

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